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Das Weinjahr 2016 wird vielen Winzern lange in Erinnerung bleiben. Hagel und Frost haben den Weingärten enorm zugesetzt. Wie wirkt sich das auf die Qualität aus?

Massive Spätfröste Ende April. Immer wieder kräftige Hagelschauer. Starke, unregelmäßige Niederschläge. Wetterbedingte Probleme mit Peronospora und Co. Und zuletzt die Kirschessigfliege und Berichte von Schäden in Millionenhöhe. Die Schreckensmeldungen hörten 2016 gar nicht mehr auf. Erfreulich ist die qualitative Seite des Jahres.

Kurzum: 2016 ist ein komplexes und zugleich sehr spannendes Jahr, für Winzer und Konsumenten in gleichem Maße.

Im Großteil des Weinviertels gab es eine sehr gute, reiche Ernte. Bedingt durch den tollen September ergab sich so ein sehr fruchtiger Jahrgang mit guter physiologischer Reife. Roman Pfaffl Junior freut sich über ein Jahr, das „verdammt spannend war und mit einem super Happy End ausging“. In der Thermenregion ist man hochzufrieden mit 2016, hier gab es keine extremen Trockenphasen und eine gute Niederschlagsverteilung ohne Unwetter und Hagel. Die Rotweine des Jahrgangs sind durchwegs kräftig mit guter Tanninstruktur und harmonischer Säure. Bei den Weißweinen fehlt etwas die leichte und fruchtige Abteilung, da die Gradationen durchwegs hoch bis sehr hoch waren. Das Burgenland hat durch Frost und Co. etwa fünfzig Prozent einer Normalernte verloren. Wer vom Frost verschont geblieben ist und die Pilzkrankheiten erfolgreich abwehren konnte, bei dem gibt es bei diesem Jahrgang hingegen keine Schwächen.

Der Regen im Sommer hat dafür gesorgt, dass es keinen Trockenstress gab, und das ideale Wetter im August und September hat zu einer perfekten Ausreifung der Trauben geführt. Es war zwar heiß, aber nicht so heiß, dass die Weine eine Hitzestilistik aufweisen, und die kühlen Nächte haben für eine schöne Frucht gesorgt. Im vom Frost und Hagel schwer geprüften Südburgenland tröstet man sich ebenfalls mit guten Qualitäten beim Blaufränkisch.

Kremstal:
Menge: 10–15 % weniger, Qualität: sehr gut, klassischer Jahrgang mit guter Balance.

Thermenregion:
Menge: 15–50 % weniger, Qualität: sehr gut, hohe Zucker-, aber auch Säurewerte.

Weinviertel:
Gute Menge, Biobetriebe bis 30 % weniger, Qualität: gut bis sehr gut, Probleme bei Frühsorten wie Chardonnay, Zweigelt & Co.

Neusiedlersee:
Menge: 25–50 % weniger, Qualität: gut, Blaufränkisch top, Basis-Zweigelt oft problematisch.

Leithaberg:
Menge: 50 % weniger, Qualität: sehr gut, kleine Mengen, dank des sonnigen Herbstes aber superfein.

Mittelburgenland:
Menge: 50 % weniger, Qualität: sehr gut, großer Jahrgang bei Blaufränkisch top, Merlot und Cabernet Sauvignon mit kleiner Menge.

Eisenberg:
Menge: 65–80 % weniger, Qualität: sehr gut, Blaufränkisch top schöne Frucht, ausgewogene Tannine, weniger Alkohol.

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